Stefanie Petermichl

Mathematik

Stefanie Petermichl ist eine der führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der harmonischen Analysis, einem Teilbereich der Mathematik mit breiten Anwendungsmöglichkeiten. So kann die harmonische Analysis helfen, medizinische Bildgebungsverfahren zu verbessern und wird in der Signalverarbeitung und den Materialwissenschaften genutzt. Stefanie Petermichl ist besonders für ihre Fähigkeit bekannt, die harmonische Analysis mit anderen mathematischen Fachrichtungen wie der Wahrscheinlichkeitstheorie zu verknüpfen. Mit außergewöhnlichen Ideen hat sie in den letzten Jahren das Forschungsfeld geprägt: So sind einige von ihr entwickelte Methoden inzwischen zu Standardwerkzeugen geworden, die entscheidende Fortschritte auf den Bereich der harmonischen Analysis erst ermöglicht haben. Zudem zeichnet sich Petermichls Arbeit durch besondere inhaltliche Tiefe aus. Als Humboldt-Professorin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg soll unter der Leitung von Stefanie Petermichl ein interdisziplinäres Forschungszentrum für Mathematik errichtet werden. Auch eine Nachwuchsforschergruppe zu harmonischer Analysis soll entstehen und internationale junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besonders fördern.

Stefanie Petermichl wurde für die Humboldt-Professur ausgewählt und ist derzeit in Berufungsverhandlungen mit der deutschen Universität, die sie für den Preis nominiert hat. Werden diese erfolgreich abgeschlossen, wird der Preis im Mai 2019 verliehen.

Nominierende Universität: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Prof. Dr. Stefanie Petermichl

wurde in Deutschland geboren. Sie ist Professorin am Mathematischen Institut der Université Toulouse III – Paul Sabatier in Frankreich, zuvor arbeitete sie bis 2009 an der Université de Bordeaux. In den USA war sie unter anderem von 2005 bis 2007 an der University of Texas at Austin und von 2002 bis 2005 an der Brown University in Providence tätig. Für ihre Forschungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet: Sie erhielt einen ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats, den Prix Ernest Déchelle der französischen Académie des sciences und als erste Frau den Prix Salem der Société Mathématique de France. Zudem wurde sie als Mitglied in das Institut Universitaire de France, einer staatlichen Einrichtung zur Förderung der Spitzenforschung und interdisziplinären Zusammenarbeit, gewählt.