Harald Andrés Helfgott

Reine Mathematik

Jede ungerade Zahl größer oder gleich 7 ist die Summe von drei Primzahlen, so lautet die Schwache Goldbachsche Vermutung. Sie beschäftigt die Mathematik seit dem 18. Jahrhundert. Nach einem Beweis, der sie eindeutig belegt oder widerlegt, wurde über 200 Jahre gefahndet – trotz vieler Ansätze vergeblich. Um ihre Richtigkeit zu beweisen, entwickelte der Peruaner Harald Andrés Helfgott 2013 einen Lösungsweg für die Schwache Goldbachsche Vermutung, auch mithilfe von Tests am Computer. Dies ist nicht der einzige Durchbruch in der Mathematik, an dem er beteiligt war. Helfgott leistete auch in der Gruppentheorie, der diophantischen Geometrie und der Zahlentheorie wesentliche Beiträge zur Lösung grundsätzlicher Probleme. An der Universität Göttingen soll er nun als Alexander von Humboldt-Professor den Forschungsschwerpunkt Algebraische Geometrie und Zahlentheorie verstärken – und Göttingen von einem international anerkannten zu einem weltweit führenden Standort auf diesem Gebiet ausbauen.

Nominierende Universität: Georg-August-Universität Göttingen

Prof. Dr. Harald Andrés Helfgott

1977 in Peru geboren, forscht seit 2010 am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris. Dort ist er seit Oktober 2014 als Directeur de Recherche Forschungsprofessor. Nach seinem Studium an der Brandeis-University wurde er 2003 an der Princeton University, beide USA, promoviert. Danach setzte er seine Karriere als Postdoc an der Yale University, USA, und als Lecturer an der Université de Montréal, Kanada, fort. Nach einer Station an der University of Bristol in Großbritannien wechselte Helfgott 2010 nach Frankreich an das CNRS. Er ist daneben Mitglied der American Mathematical Society sowie der Société mathématique de France. In seinem Geburtsland Peru ist er Honorarprofessor an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos. Im Juni 2015 trat er seine Humboldt-Professur an der Georg-August-Universität Göttingen an.