Jairo Sinova

Theoretische Physik

Jairo Sinova ist einer der angesehensten theoretischen Physiker der jüngeren Generation im Bereich der Halbleiter-Spintronik. Noch in seiner Postdoc-Zeit wurde er 2003 mit seiner Vorhersage des intrinsischen Spin-Hall-Effekts mit einem Schlag weltweit bekannt. Seither hat er als Theoretiker seine Arbeiten hierzu in zahlreichen Kooperationen mit experimentellen Kollegen weitergeführt. Er soll am Institute of Physics der Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Bereich Spintronic/Spin Related Phenomena zur internationalen Spitze entwickeln helfen und bei der Gründung eines neuen Humboldt Center for Emergent Spin Phenomena (H-CESP) im Zentrum stehen. Mit Jairo Sinova an der Schnittstelle soll die bestehende experimentelle Expertise des Institute of Physics gestützt sowie die bisher nicht vorhandene theoretische Gruppe mit Schwerpunkt Spin-bezogene Phänomene aufgebaut werden.

Nominierende Universität: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Prof. Dr. Jairo Sinova

geb. 1972. Nach seiner Promotion 1999 an der Indiana University forschte er als Postdoktorand an der University of Tennessee und der University of Texas at Austin, bevor er 2003 an die Texas A&M University (TAMU) in College Station, USA wechselte. Hier war er Professor of Physics. Für das Institute of Physics of the Academy of Sciences of the Czech Republic war er zudem als unabhängiger Forscher tätig. Er ist Mitglied der American Physical Society und der American Association of Physics Teachers. Jairo Sinova erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Career Award der National Science Foundation und den Cottrell Scholar Award der Research Corporation for Science Advancement (RCSA). Im Januar 2014 trat er seine Humboldt-Professur an und übernahm die Leitung der Theoriegruppe Spintronik und Nanoelektronik am Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.