Stuart S. P. Parkin

Festkörperphysik

Stuart Parkin ist als herausragender und innovativer Festkörperphysiker weltweit angesehen, der theoretische Entwicklungen in der Materialwissenschaft in technologische Anwendungen umzusetzen versteht. So haben seine Arbeiten die magnetische Datenspeicherung weltweit revolutioniert. Zu seinen Pionierleistungen zählen die Entwicklung von Schichtsystemen für den in industriellen Verfahren hergestellten Riesenmagnetowiderstand sowie die Entdeckung und Nutzbarmachung des Tunnelmagnetowiderstands. Zurzeit erforscht er die Möglichkeit einer noch höheren Speicherdichte mit Hilfe eines dreidimensionalen Speichermediums. Stuart Parkin soll Professor am Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für Mikrostrukturphysik werden und damit die Etablierung eines international herausragenden Wissenschaftsstandorts im Bereich angewandte Spintronic und Materialwissenschaften in Halle unterstützen.

Nominierende Universität: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut (MPI) für Mikrostrukturphysik, Halle

Prof. Dr. Stuart S. P. Parkin

geb. 1955. Im Anschluss an seine Promotion an der University of Cambridge kam der gebürtige Engländer als Postdoktorand zu IBM, wo er 1999 zum Fellow ernannt wurde und damit die höchste technische Auszeichnung bei IBM erhielt. Zwischen 2004 und 2006 forschte er mit einem Humboldt-Forschungspreis an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Er leitete das IBM Almaden Research Center in San Jose, USA, und war Direktor des 2004 gegründeten Spintronic Science and Applications Centers (SpinAps) in Stanford, USA. Zudem war er Professor an der Stanford University. An der RWTH sowie an der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden ist er Ehrendoktor. Er ist Mitglied zahlreicher internationaler Akademien, wie der Royal Society und der American Academy of Arts and Sciences. Als Gastprofessor ist er zudem weltweit tätig. Zuletzt wurde er 2012 mit dem Von Hippel Award geehrt, der höchsten Auszeichnung der Materials Research Society. Seit April 2014 ist er als Humboldt-Professor Direktor am MPI für Mikrostrukturphysik Halle sowie Professor am Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.