Emmanuelle Marie Charpentier

Molekularbiologie

Emmanuelle Charpentier gilt als eine der innovativsten Forscherinnen auf dem Gebiet der RNA-Regulation und der molekularbiologischen Infektionsforschung. Zu ihren vielbeachteten Arbeiten gehört beispielsweise die Erforschung bakterieller Krankheitserreger sowie die Fähigkeit von Bakterien, sich ihrerseits gegen Krankheitserreger zu verteidigen. An der Medizinischen Hochschule Hannover sowie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung soll sie Grundlagenforschung zu den molekularen Mechanismen mit der Umsetzung in klinische Therapien verbinden und die in Deutschland zuletzt vernachlässigte klinische Infektiologie stärken.

nicht mehr in Förderung

Nominierende Universität: Medizinische Hochschule Hannover zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig

Prof. Dr. Emmanuelle Marie Charpentier

geb. 1968. Nach der Promotion in Frankreich ging die Französin 1996 als Postdoktorandin an die RockefeIler University, USA, und war Forschungsassistentin in New York und Memphis. Seit 2002 verfolgte sie ihre Karriere in Wien, nach der Habilitation 2006 ging sie nach Umeå, Schweden. Hier war sie seit 2009 Associate Professor an der Umeå University, wo sie eine Forschungsgruppe am Laboratory for Molecular Infection Medicine Sweden leitete. Das "Laboratory for Molecular Infection Medicine Sweden" ist Teil der Nordischen EMBL-Partnerschaft für Molekulare Medizin, wo Emmaunelle Charpentier eine weitere Arbeitsgruppe aufbaut. Auszeichnungen erhielt sie durch die Schwedische Fernström Stiftung 2011 und die Stadt Wien 2009. Ihre Humboldt-Professur trat sie 2014 als Leiterin der Abteilung Regulation in der Infektionsbiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig an.