Giuseppe Caire

Nachrichtentechnik

Giuseppe Caire ist einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Grundlagen der Nachrichtentechnik und der Informationstheorie. Seine bahnbrechenden Arbeiten zur kodierten Modulation und viele weitere Publikationen und Anwendungen haben die Praxis und Standards in der modernen drahtlosen Kommunikation nachhaltig beeinflusst. Sie stecken hinter vielen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenkenden Techniken der digitalen Kommunikation wie W-Lan-Verbindungen oder Mobilfunkübertragungen. Durch die Verbindung von theoretischer Forschung an der Universität auf höchstem Niveau mit praktischen Anwendungen am Heinrich-Hertz-Institut soll er weiterhin produktive Forschung und konkrete Umsetzung miteinander verbinden und die internationale Spitzenstellung der Technischen Universität Berlin auf dem Gebiet festigen.

Nominierende Universität: Technische Universität Berlin gemeinsam mit dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, Berlin

Prof. Dr. Giuseppe Caire

geb. 1965. Im Anschluss an die Promotion 1994 am Politecnico di Torino war der gebürtige Italiener Forschungsmitarbeiter bei der European Space Agency ESTEC in den Niederlanden, bis er 1995 als Assistant Professor zurück nach Turin ging. 1997-1998 war er Associate Professor an der Universität Parma und war 1997 Forschungsstipendiat an der Princeton University, USA. Von 1998 bis 2005 war er Full Professor am Institut Eurécom in Sophia Antipolis, Frankreich, 2000 verbrachte er mehrere Monate an der University of Sydney. In den Folgejahren war er Professor an der University of Southern California, Los Angeles, USA. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, insbesondere durch den IEEE, wo er auch als Präsident einer Fachgesellschaft (Information Theory Society ITS) tätig war. Im April 2014 wurde er als Alexander von Humboldt-Professor Fachgebietsleiter für Theoretische Grundlagen der Kommunikationstechnik an der TU Berlin.