20.04.2015

Sozialpsychologe Jens Förster verzichtet auf Alexander von Humboldt-Professur

Der Sozialpsychologe Professor Dr. Jens Förster, Ruhr-Universität Bochum, verzichtet auf die Auszeichnung mit einer Alexander von Humboldt-Professur. Die ursprünglich vorgesehene Beratung der zunächst ausgesetzten Förderentscheidung in den Gremien der Stiftung findet deshalb nicht statt.

Jens Förster war 2013 von der Alexander von Humboldt-Stiftung für eine Humboldt-Professur ausgewählt worden. Er sollte Mitte 2014 von der Universität Amsterdam an die Ruhr-Universität Bochum wechseln. Im März 2014 kam das Nationale Gremium für Integrität der Forschung (LOWI) der Niederlande zu dem Ergebnis, dass Herr Förster für wissenschaftliches Fehlverhalten in einer Veröffentlichung verantwortlich sei. Die Universität Amsterdam schloss sich diesem Votum an. Die Humboldt-Stiftung setzte, als sie hierüber informiert wurde, im Mai 2014 ihre Förderentscheidung entsprechend ihren Regeln sowie auf Bitte von Jens Förster vorläufig aus.

„Wir respektieren Herrn Professor Försters Entscheidung und wünschen ihm, dass die gegen ihn erhobenen und in der Fachwelt weiterhin kontrovers diskutierten Vorwürfe umfassend aufgeklärt werden“, erklärte der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz.