25.04.2016

Einladung zur Verleihung der Alexander von Humboldt-Professuren am 3. Mai in Berlin

Drei Preisträgerinnen und drei Preisträger aus dem Ausland erhalten jeweils bis zu fünf Millionen Euro und forschen künftig in Bielefeld, Bonn, Halle/Leipzig, Karlsruhe, München und Münster.

Deutschlands höchstdotierte Forschungspreise, die Alexander von Humboldt-Professuren 2016, werden am 3. Mai in Berlin verliehen. Die Humboldt-Stiftung zeichnet damit führende, bisher im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen nominiert und sollen nun dort Teams und Strukturen aufbauen, die weltweit konkurrenzfähig sind.

Überreicht werden die Preise von der Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung Cornelia Quennet-Thielen und dem Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz.

Preisverleihung
Zeit: Dienstag, 3. Mai 2016, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
Ort: Hauptstadtrepräsentanz Deutsche Telekom AG, Französische Str. 33 a-c, 10117 Berlin

Um 18:00 Uhr beginnt das Vorprogramm der Veranstaltung, mit einem Rundgang zu den Humboldt-Professoren und Informationsständen ihrer jeweiligen Gastgeber-Einrichtungen, mit Helmut Schwarz und der Staatssekretärin im BMBF.

Es besteht die Möglichkeit zu Bild- und Tonaufnahmen. Videomaterial und Fotos gibt es bereits vorab unter: www.humboldt-professur.de/de/mediathek

Interviews mit den Preisträgern sind nach individueller Absprache bereits ab Montag, 2. Mai, sowie am Tag der Preisverleihung, 3. Mai, möglich.

Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick

William Crawley-Boevey, Reine Mathematik: Eine Vorliebe für besonders kniffelige Fragen: In der Algebra sind die Darstellungen so genannter Köcher, also gerichteter Graphen, Crawley-Boeveys Spezialgebiet. An der Universität Bielefeld wird er die Mathematikforschung in diesem sowie in allen Bereichen der Darstellungstheorie von Algebren stärken. Bisher hat er an der University of Leeds geforscht.
Tiffany Knight, Ökologie: Vom Bienensterben und der Gefährdung von Pflanzenvielfalt: Das Zusammenspiel von Pflanzen und ihren Bestäubern sowie der Grund für die Abnahme von Biodiversität sind die Themen, die Knight antreiben. Sie ist von der Washington University in St. Louis, USA, an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ Leipzig und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) gewechselt.
Katrin Kogman-Appel, Jüdische Studien: Bild und Buch im Mittelalter: Wie kommt die Schönheit in die Textkultur? Und was erzählen Bilder über die Beziehungen zwischen jüdischer und anderen Kulturen? Den wissenschaftlichen Austausch zwischen den Weltkulturen will die gebürtige Österreicherin Kogman-Appel am neu eingerichteten Institut für Jüdische Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verstärken und hat dafür ihre Wahlheimat Israel verlassen.
Judith Pfeiffer, Islamwissenschaften: Den Islam verstehen: Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern eine Kultur. Mit kritischen Editionen von mittelalterlichen Schlüsselwerken will Pfeiffer die Geistesgeschichte der vormodernen Mongolenreiche besser zugänglich machen und auch Schlaglichter auf heutige Debatten werfen. Sie kommt mit der Humboldt-Professur von der University of Oxford an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Wolfgang Wernsdorfer, Experimentelle Festkörperphysik: Winzig, magnetisch – und nützlich für die Steuerung elektronischer Schaltkreise: Nanomagnete sind das Forschungsgebiet von Wernsdorfer. Mit molekularen Magneten will er am Karlsruher Institut für Technologie den nächsten Schritt in Richtung Quantencomputer machen. Bisher hat er am Institut Néel, CNRS in Grenoble, Frankreich, gearbeitet.
Andreas S. Schulz, Angewandte Mathematik: Vom Wartezimmer bis zur Lagerhalle: Mathematische Algorithmen können viele Abläufe in der Wirtschaft effizienter machen. Schulz forscht daran, Prinzipen und Theorien aus Mathematik und Wirtschaft optimal zu verbinden. Er ist vom Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA, an die TU München gewechselt, wo er seine Humboldt-Professur bereits 2015 angetreten hat.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Alexander von Humboldt-Professur ist mit fünf Millionen Euro für experi-mentell und dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Forscher dotiert. Das Preisgeld ist für die ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt.

Akkreditierungen, inklusive Kopie des gültigen Presseausweises, bitte bis zum 29. April 2016, 12:00 Uhr, per E-Mail an presse@avh.de oder Fax über das Anmeldeformular.

Pressekontakt vor Ort:
Georg Scholl, Tel.: 0160-97245344
und Lena Schnabel, Tel.: 0160-97287564

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 27.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 52 Nobelpreisträger.