08.05.2013

„Hamburg und Bonn sind verlockender als Harvard oder Cambridge“

Forschungsministerin Wanka und Präsident der Humboldt-Stiftung Schwarz verleihen in Berlin die Alexander von Humboldt-Professuren

Sieben Spitzenwissenschaftler wurden am Mittwochabend in Berlin mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands ausgezeichnet, der Alexander von Humboldt-Professur. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, überreichten den Preis während einer Festveranstaltung in Berlin. Die Preisträger wurden von deutschen Hochschulen - Bonn (zweimal), Erlangen-Nürnberg, Hamburg, Leipzig, Mainz und München (LMU) - nominiert und werden nun in Deutschland forschen. Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben.

"Hamburg und Bonn sind für unsere Preisträger verlockender als Harvard oder Cambridge. Die Alexander von Humboldt-Professoren kommen von Top-Adressen aus dem Ausland nach Deutschland, darunter allein fünf von hoch renommierten Orten aus den USA. Das zeigt, unsere Idee funktioniert: Mit der Humboldt-Professur können deutsche Universitäten mehr als mithalten im Wettbewerb um die besten Wissenschaftler. Die Forschungsbedingungen in Deutschland sind international so attraktiv wie noch nie", sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz.

"Mit der Alexander von Humboldt-Professur verbinden wir mehrere Ziele: Wir wollen international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten in Deutschland holen und wir wollen sie auch in unserem Land halten", so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. "Die Humboldt-Professur ist zudem eines der zentralen Instrumente, die den Forschungsdialog und die Forschungskooperation über nationale Grenzen hinweg optimieren und verstetigen sollen. Wir brauchen ein noch stärkeres Miteinander, um den großen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft wirkungsvoll begegnen zu können."

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu zehn weltweit führende und im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen aus. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidaten sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forschern und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Das Preisgeld von 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende und 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende Wissenschaftler finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Im Jahr 2012 wurden insgesamt zehn Preisträger ausgewählt. Davon haben die sieben am Mittwoch Ausgezeichneten erfolgreich die Berufungsverhandlungen abgeschlossen, eine Verhandlung läuft noch, in zwei Fällen waren die Verhandlungen nicht erfolgreich.