Gekommen, um zu verändern

Große Flexibilität, beispielhafte Forschungsfreiheit und nicht zuletzt auch viel Geld: Die seit 2008 bestehende Humboldt-Professur holt internationale Top-Forscher nach Deutschland.

Doch die Stars aus dem Ausland helfen deutschen Universitäten nicht nur dabei, wissenschaftlich zu punkten. Sie sollen auch frischen Wind mitbringen und das System verändern. Gutachter haben nun untersucht, ob die Professur ihre Ziele erreicht. Am Anfang, sagt , war das alles schon ein wenig ...  mehr

Wissenstransfer in der Neuzeit

Roboter, Keilschrift, Bioinformatik, Museen und Ästhetikforschung – bei der Humboldt-Professur zählen keine Fächergrenzen, sondern spannende Ideen und Fragen. Zum zehnjährigen Jubiläum des höchstdotierten deutschen Forschungspreises sprach KOSMOS mit einigen Preisträgern über ihre Erfahrungen – hier die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Décultot.

Wer sich wie Elisabeth Décultot auf die Spuren des Wissenstransfers in der Ästhetikgeschichte des 18. Jahrhunderts begibt, braucht alte Bücher – und die faszinieren die Literaturwissenschaftlerin ganz besonders. Am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung ...  mehr

Wir brauchen mutige Universitäten

Wer eine fünf Millionen schwere Professur für seine Universität gewinnt, bekommt Unruhe und Neid gratis dazu. Diese Befürchtung hörte man oft, als vor zehn Jahren die ersten Humboldt-Professuren vergeben wurden. Das hat sich geändert.

Ein Gespräch mit Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, darüber, wie man Forschungsstars gewinnt und wie sie deutschen Hochschulen nützen.  mehr

Intelligente Roboter

Zum zehnjährigen Jubiläum des höchstdotierten deutschen Forschungspreises sprach KOSMOS mit einigen Preisträgern über ihre Erfahrungen – hier der Informatiker Oliver Brock.

Roboter zu schaffen, die in alltäglichen Situationen zurechtkommen und Aufgaben genauso gut und effizient lösen können wie Menschen – das ist das Ziel von Oliver Brock. Ihn reizt dabei weniger die Routine bestimmter Tätigkeiten für den Roboter als vielmehr das Zurechtkommen der Maschinen in ...  mehr

Oben ist noch Platz

Spitzenforscherinnen sind rar, auch bei der Humboldt-Professur. Was Wissenschaft und Stiftung gegen den Mangel tun.

Am IBM Forschungszentrum in Zürich schmückt man sich gern mit der erfolgreichen Physikerin Heike Riel. Als die Technische Universität München vor einem Jahr mit einer Humboldt-Professur winkte, waren ihre Chefs sofort alarmiert. Sie ernannten die Professorin zum IBM Research Fellow und ...  mehr

Das Museum der Zukunft

Zum zehnjährigen Jubiläum des höchstdotierten deutschen Forschungspreises sprach KOSMOS mit einigen Preisträgern über ihre Erfahrungen – hier die Ethnologin Sharon Macdonald.

„Museen sind in unseren Gesellschaften extrem wichtig, weil Menschen dort bestimmen, welche Dinge in Zukunft eine Rolle spielen werden“, sagt Sharon Macdonald, wenn man sie nach ihrem wissenschaftlichen Interesse fragt. Die britische Ethnologin untersucht, nach welchen Kriterien und in welchen ...  mehr

Auf zur Spitze

Die besten Forscher sind weltweit heiß umkämpft. Deutsche Universitäten mischen immer öfter im Wettbewerb mit – und gewinnen reihenweise Top-Wissenschaftler.

Vor gut einem Jahr stand Hannes Leitgeb vor seiner großen Entscheidung. Seit fünf Jahren forschte der heute 39-Jährige als Philosoph und Mathematiker im englischen Bristol, dann kamen seine beiden Kinder in das Alter, in dem die Einschulung bevorstand. »Das Schulsystem in England war uns, ...  mehr

Kommentar

Deutschland, du hast es doch viel besser!

Warum die deutschen Universitäten es nicht nötig haben, Harvard und Stanford nachzueifern. Eine Verneigung vor dem deutschen Mittelbau.

Der Wissenschaftsolymp liegt jenseits des Atlantik? Allen Lobeshymnen zum Trotz sind die USA eben doch nicht jedermanns Sache. Es gibt kluge Köpfe, die sehen Deutschland weltweit an erster Stelle. Ein Liebesbrief eines amerikanischen Spitzenforschers in Göttingen. Denke ich an Deutschland, sehe ...  mehr

Interview

„Wir müssen erklären, wie eine deutsche Verwaltung tickt“

KOSMOS: Die aktuelle Zwischenbilanz zu fünf Jahren Humboldt-Professur zeichnet ein überwiegend positives Bild. Aber sie identifiziert auch mögliche kritische Bereiche, denen in der Evaluation 2015 nachgegangen werden soll. Worum machen Sie sich Sorgen? ENNO AUFDERHEIDE: Eine echte Sorge ist der ...  mehr

Der Angstbezwinger

Jürgen Margraf hat eine Therapie gegen Panikattacken entwickelt, die erstaunlich schnell wirkt. Als Humboldt-Professor an der Ruhr-Universität Bochum untersucht der Psychologe jetzt, wie Menschen seelisch gesund bleiben.

Es gibt Momente, da bekommen es selbst Angstforscher mit der Angst zu tun. Jürgen Margraf kennt viele solcher Momente. An einen erinnert er sich besonders gut. „Es war bei meinem ersten Tauchgang im Meer“, erzählt der Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie in seinem Büro auf ...  mehr

Ein (fast) unwider­stehliches Angebot

Dank der Humboldt-Professur lockt Deutschland internationale Forscherstars mit traumhaften Angeboten. Eine Bilanz der ersten fünf Jahre.

„Deutschlands Nobelpreise vergeben“, schrieb die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Titelseite, als die Alexander von Humboldt-Professuren vor rund fünf Jahren erstmals verliehen wurden. Deutschlands Nobelpreise? Der Vergleich trifft zu und zielt zugleich weit daneben. Einerseits sind die ...  mehr