Arno Rauschenbeutel

Quantenoptik / Atomphysik

Quantenkryptografie als sichere Verschlüsselungsmethode der Zukunft zählt zu den wichtigsten Anwendungsfeldern der Quantenforschung. Mit Lichtphotonen in unterschiedlichen Quantenzuständen könnten beispielsweise Informationen künftig absolut abhörsicher übermittelt werden. Die Grundlagenforschung hierzu findet an der Schnittstelle von Nanophotonik und Quantenoptik statt. Arno Rauschenbeutel zählt hier zu den international führenden Forschern. So ist es ihm gelungen, Atome nahe der Oberfläche von Glasfasern zu fangen, indem er Licht durch extrem dünne Glasfasern schickte, deren Durchmesser kleiner ist als die Wellenlänge des Lichts. Das bei seinen Schwingungen aus der Faser ein- und austretende Licht fängt Atome ein und hält sie fest. Die aus seinen Experimenten gewonnenen Erkenntnisse könnten zur Entwicklung von neuartigen optischen Sensoren oder abhörsicheren Glasfasern führen. Der aus Deutschland stammende und zuletzt an der Technischen Universität Wien tätige Physiker soll an die Humboldt-Universität Berlin wechseln und das neue Zentrum für Photonische Quantentechnologien im Wissenschafts- und Technologiepark Berlin-Adlershof als Alexander von Humboldt-Professor verstärken.

Nominierende Universität: Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Arno Rauschenbeutel

wurde 1971 in Deutschland geboren. Er ist Professor und Gruppenleiter "Angewandte Quantenphysik" am Atominstitut (ATI) der Technischen Universität Wien, Österreich, an das er 2010 wechselte. Zuvor hatte Arno Rauschenbeutel Professuren in Mainz und Bonn inne. Weitere bisherige Stationen waren Paris, London und Düsseldorf. Er erhielt verschiedene renommierte Auszeichnungen, darunter den European Young Investigator Award der European Science Foundation in 2006 und ein ERC Consolidator Grant des europäischen Forschungsrats in 2014.