Alexander von Humboldt-Professur

Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit fünf Millionen Euro der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands und holt internationale Spitzenforscher an deutsche Universitäten.

Die Humboldt-Professur auf einen Blick

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    Humboldt-Professur holt internationale Forscherstars nach Deutschland

    Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung Cornelia Quennet-Thielen und der Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz verleihen die Alexander von Humboldt-Professuren.  > mehr

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    Auf zur Spitze

    Die besten Forscher sind weltweit heiß umkämpft. Deutsche Universitäten mischen immer öfter im Wettbewerb mit – und gewinnen reihenweise Top-Wissenschaftler.  > mehr

Preisträger 2017

Largus T. Angenent
Umweltmikrobiologie und Bioverfahrenstechnik

Tübingen

Prof. Dr. Largus T. Angenent

Die Hoffnungsträger sind winzig klein und leben in komplexen Gemeinschaften: Bakterien spielen eine Schlüsselrolle bei der Gasfermentation, einer wichtigen Quelle für die saubere Energie der Zukunft. Wie Bakterien zur Synthese von Treibstoffen und Chemikalien optimiert und eingesetzt werden, erforscht Largus Angenent. Der international führende Bioverfahrenstechniker hat die Grundlagen seiner jüngsten Arbeiten selbst erforscht, indem er die Zusammensetzung und das Zusammenspiel von Mikrobengemeinschaften beispielsweise in der Luft von Krankenhäusern oder in Fermentierungsanalagen analysierte. Diese Erkenntnisse setzt er erfolgreich in Anwendungen um, etwa mit seiner eigenen Firma, in der Mikroben zur Speicherung von Wasserstoff und Kohlendioxid in Form von Methan entwickelt und optimiert werden. An der Universität Tübingen soll Angenent am Zentrum für Angewandte Geowissenschaften Impulse für die Entwicklung neuer Technologien geben und mit Kollegen aus benachbarten Disziplinen wie beispielsweise am Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin die Analyse von Mikrobiomen vorantreiben. Er soll so dazu beitragen, dass die in Deutschland starke Grundlagenforschung auf diesem Gebiet auch in der Anwendung internationale Spitze wird.

Peter Baumann
Zellbiologie

Mainz

Prof. Dr. Peter Baumann

Bei der Teilung von Zellen spielt die Telomerase eine Schlüsselrolle, ein Enzym, das die Telomere, also die Enden der Chromosomen erhält, die bei jeder Zellteilung kürzer werden. Die Steuerung der Telomerase entscheidet über das Altern von Zellen oder ihr, beispielsweise im Falle von Krebs, ungehemmtes Wachstum. Der Zellbiologe Peter Baumann ist einer der führenden Spezialisten auf dem Feld der Chromosomen-Biologie, der Genomstabilität sowie der Regulation der Telomerase und anderer molekularer Prozesse der Zellalterung. Seine Entdeckungen zur RNA-Komponente der Telomerase (Terc) an Hefezellen könnten zu einem besseren Verständnis der Regulation von Terc in menschlichen Zellen beitragen und Therapien gegen frühzeitige Zellalterung oder krankhaftes Wachstum ermöglichen. In Mainz soll Baumann helfen, die Universität und das Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB) zu einem internationalen Standort für biomedizinische Grundlagenforschung auszubauen.

Jijie Chai
Strukturbiologie

Köln

Prof. Dr. Jijie Chai

Ohne Proteine kein Leben – und auch keine Abwehr von Krankheitserregern. Ob Mensch, Maus oder Getreide, für die Immunabwehr sind unter anderem Proteine wichtig, die über die Grenzen von Tier- und Pflanzenzellen hinweg sehr ähnlich sind. Wer diese Proteine genau kennt, hat den Schlüssel dazu, ihre Immunabwehr gezielt zu beeinflussen. Jijie Chai ist einer der führenden Wissenschaftler, der den Aufbau solcher Proteine und spezieller Rezeptoren erforscht. Indem er die komplexen Strukturen der Proteine beschreibt, liefert er wichtige Grundlagen für die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und die Entwicklung von Medikamenten, zum Beispiel gegen Entzündungskrankheiten. Bei seiner Forschung nutzt Chai ein anspruchsvolles, neues Mikroskopieverfahren: die Kryoelektronenmikroskopie. Sie macht es erst möglich, die Strukturen und Rezeptoren solcher Proteine zu sehen und zu analysieren und wird bisher nur an wenigen Forschungsstandorten eingesetzt. Mit den Forschungen von Jijie Chai und der Nutzung solcher neuen Technologien wollen die Universität zu Köln und das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung ihre Forschungen in Medizin, Biochemie und Botanik enger zusammenführen.

James Conant
Philosophie

Leipzig

Prof. Dr. James Conant

Amerikanische und deutsche Philosophen gehören unterschiedlichen Schulen an, der sogenannten analytischen und der kontinentalen Richtung. Die Verständigung und Zusammenarbeit leiden hierunter. Der amerikanische Philosoph James Conant ist in beiden Welten zu Hause und gilt als Brückenbauer zwischen den beiden Ansätzen. Er ist einer der angesehensten Experten für Kant- und Wittgenstein-Forschung und ebenso anerkannt für seine Arbeiten zur Geschichte der Analytischen Philosophie, zur Nietzsche-Deutung und zum philosophischen Skeptizismus. Auch zur Philosophie der Logik, der Ästhetik und der Philosophie des Films hat er bedeutende Beiträge geleistet. Er soll als Ko-Direktor am Leipziger Forschungskolleg Analytic German Idealism (FAGI) die dortige Philosophie um neue Themen und Perspektiven bereichern und das geplante "Analytic German Philosophy Research Quadrangle" der Universitäten Leipzig, Potsdam, Chicago und Pittsburgh zu einem Kristallisationspunkt deutsch-amerikanischer Zusammenarbeit in der Philosophie machen.

Wolf B. Frommer
Pflanzenmolekularbiologie

Düsseldorf/Jülich/Köln

Prof. Dr. Wolf B. Frommer

Um Nährstoffe aufzunehmen und durch die Membranen ihrer Zellen zu befördern, benutzen Pflanzen Transportproteine. Ihre Erforschung ist einer der Schlüssel für Ertragsteigerung und neue Düngemittel. Einer der führenden Experten auf diesem Gebiet ist der Pflanzenbiologe Wolf B. Frommer. Er erforscht verschiedene Transportmechanismen, wie beispielsweise die der sogenannten SWEET-Proteine, die Glukose durch die Membranen schleusen. Ganz ähnlich funktioniert dies auch in tierischen und menschlichen Zellen. Die Arbeiten von Frommer sind damit auch für medizinische Anwendungen interessant, beispielsweise für das Verständnis vom Stoffwechsel in Krebszellen. Die Universität Düsseldorf will gemeinsam mit den außeruniversitären Partnern in Jülich und Köln mit Frommes Engagement ihr Exzellenzcluster CEPLAS Cluster of Excellence on Plant Sciences als Spitzenforschungsstandort der molekularen Botanik weiter ausbauen.

Ran Hirschl
Verfassungsrecht und Politikwissenschaft

Göttingen

Prof. Dr. Ran Hirschl

Welchen politischen Einfluss haben Verfassungsgerichte in verschiedenen Ländern weltweit? Welche Rolle spielen sie in alten und jungen Demokratien, welche in säkularen oder theokratischen Staaten, in denen sie beispielsweise mit dem religiösen Recht konkurrieren? Ran Hirschl ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet des vergleichenden Verfassungsrechts. Nach zahlreichen Studien zur Verfassungsentwicklung und Verrechtlichung der Politik sowie zu Geistesgeschichte und Methodiken des vergleichenden öffentlichen Rechts will Hirschl sich nun auf Konstellationen konzentrieren, in denen das Zusammenspiel von Religion und Verfassungsrecht politische Auseinandersetzungen um kollektive Identität widerspiegeln und prägen. Er will auch die Herausforderungen der verfassungskonformen Verwaltung von Mega-Städten in einer zunehmend globalisierten Welt untersuchen. In Göttingen soll Hirschl helfen, den Standort zu einem Zentrum für Studien zur Interaktion zwischen Rechtsvergleichung, verfassungsrechtlicher Gestaltung und vergleichender Politik zu entwickeln. Hierbei soll er auch intensiv mit dem Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften zusammenarbeiten.

Preisträger 2016

Till Winfried Bärnighausen
Epidemiologie

Heidelberg

Prof. Dr. Till Winfried Bärnighausen

Wie wirken sich wachsende Behandlungsangebote für HIV-Infizierte auf die Gesamtgesellschaft aus? Was sind die Auswirkungen auf die Lebenserwartung? Und wie entwickelt sich die Erwerbstätigkeit in einer Gesellschaft? Der Epidemiologe Till Bärnighausen nimmt in seinen Arbeiten nicht nur die Gruppe der Infizierten und Erkrankten in den Blick. Er stellt auch Verbindungen zur Gesamtgesellschaft her – ein Ansatz, mit dem er sich weltweit profiliert hat. Bärnighausens Analysen von Wirksamkeit, Kosten und Nutzen von HIV-Präventions- und Interventionsmaßnahmen finden nicht nur innerhalb der Forschung hohe Beachtung. Sie werden auch von Organisationen wie der Weltbank oder der Weltgesundheitsorganisation aufgegriffen. In Heidelberg soll Till Bärnighausen mit einer Humboldt-Professur die globale Gesundheitsforschung stärken, die in Deutschland insgesamt ein bislang wenig ausgeprägtes Forschungsgebiet ist.

Sven Bernecker
Philosophie

Köln

Prof. Dr. Sven Bernecker

Sven Bernecker zählt zu den meistbeachteten Philosophen unserer Zeit, sowohl im Bereich der gegenwärtigen Wissens- und Erkenntnistheorie, als auch in der klassischen deutschen Philosophie. Zu Berneckers Spezialgebieten zählt insbesondere die Philosophie des Gedächtnisses. Hier gilt er als einer der Wegbereiter einer Renaissance der philosophischen Auseinandersetzung mit Erinnerung. Im Zentrum seiner Arbeiten steht die Frage, was Erinnerung ist. Dabei greift Sven Bernecker auch Ansätze der Kognitionswissenschaften, Psychologie und Soziologie auf. In Köln soll er als Humboldt-Professor ein Zentrum für zeitgenössische Epistemologie und Kantische Tradition gründen und leiten. Zudem bietet sich eine Kooperation mit dem Humboldt-Professor und Philosophen Michael Neil Forster an, der im benachbarten Bonn forscht.

William Crawley-Boevey
Reine Mathematik

Bielefeld

Prof. Dr. William Crawley-Boevey

Der Mathematiker William Crawley-Boevey gilt als einflussreicher Vordenker auf dem Gebiet der Darstellungstheorie und der Algebren. Als Theoretiker mit einer Vorliebe für besonders schwierige Fragen leistete er wichtige Beiträge zu zentralen mathematischen Herausforderungen, wie dem Hornschen Problem, dem Deligne-Simpson Problem und den Kac-Moody Algebren. Er entwickelte zentrale Konzepte in der Theorie der zahmen Algebren, die bis heute die Darstellungstheorie bestimmen, und war einer der Pioniere, die die Beziehungen zwischen Darstellungstheorie und Geometrie erforschten – ein Thema, das ihn neben seinen aktuellen Arbeiten etwa zu Vektorbündeln und Analysen von Riemannschen Flächen bis heute beschäftigt.

Tiffany Knight
Ökologie

Halle/Wittenberg/Leipzig

Prof. Dr. Tiffany Knight

Welchen Einfluss haben invasive Arten, die in neue Lebensräume vordringen, auf deren ursprüngliche Artenvielfalt? Warum erhöhen Invasionen die Biodiversität in manchen Fällen und warum verringern sie sie in anderen? So genannte Invasionsprozesse sind ein zentrales Forschungsgebiet der weltweit renommierten Ökologin Tiffany Knight. Die amerikanische Umweltforscherin befasst sich insbesondere mit Interaktionen zwischen Pflanzen, Mikroorganismen, Bestäubern und pflanzenfressenden Tieren. Dabei verbindet sie unterschiedliche methodische und theoretische Ansätze, beispielsweise aus der Populationsbiologie und der evolutionären Forschung. Knights Forschungen zeichnet aus, dass sie die Interaktionen auch über verschiedene Ökosysteme hinweg untersucht. Ihre Arbeiten zu den Zusammenhängen zwischen Fischpopulationen in Teichen und dem Bestand an pflanzenbestäubenden Insekten an Land etwa gelten als Durchbruch der Biodiversitätsforschung. So fand sie beispielsweise heraus: Pflanzenbestäuber neigen dazu, Teiche ohne Fische zu meiden. In deren Umgebung leben vermehrt Libellen – die sich von Insekten ernähren. An der Universität Halle-Wittenberg und am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig soll Knight die unterschiedlichen Bereiche der ökologischen Forschung von der molekularen Forschung bis zur Forschung zum Biotopverbund inhaltlich zusammenführen. Sie soll als Alexander von Humboldt-Professorin generelle Fragestellung ihres Fachgebiets aufgreifen, beispielsweise zur Seltenheit oder zur Invasivität von Pflanzen.

Katrin Kogman-Appel
Jüdische Studien

Münster

Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel

Was verrät die jüdische Buchmalerei des Mittelalters über das jüdische Gemeindeleben dieser Zeit? In welchem Austausch stand die jüdische Bild- und Buchkultur mit christlichen und islamischen Kulturen? Die Judaistin Katrin Kogman-Appel gilt in der jüdischen Kunstgeschichte des Mittelalters als weltweit führend. Dabei versteht sie die Kunstgeschichte als Kulturgeschichte – und verbindet sie stets mit sozialhistorischen und religionsgeschichtlichen Fragen. Als exemplarisch für diesen Ansatz gelten Kogman-Appels Arbeiten zum sogenannten Leipziger Machsor, eine Sammlung von Gebeten für jüdische Festtage und eines der berühmtesten Beispiele der hebräischen Buchmalerei des Mittelalters. Das Gebetbuch entstand um 1310 in Südwestdeutschland und befand sich nachweislich im 16. Jahrhundert in Worms. Kogman-Appel lenkt den Fokus auf die Rolle des Machsor und der dargestellten Riten für das spätmittelalterliche jüdische Gemeindeleben und den sozialen Zusammenhalt innerhalb der jüdischen Gemeinde im südwestdeutschen Worms, einem damaligen Zentrum des Judentums in Deutschland. Mit dieser Hinwendung zum weiteren kulturellen Kontext wirkt Kogman-Appel über die Judaistik hinaus bis in die Mittelalterforschung allgemein. An der Universität Münster soll sie die interdisziplinäre geisteswissenschaftliche Forschung stärken. Als Alexander von Humboldt-Professorin soll sie insbesondere zur Etablierung der Judaistik neben den bestehenden Forschungen zum Christentum und Islam in Münster beitragen.

Judith Pfeiffer
Islamwissenschaften

Bonn

Prof. Dr. Judith Pfeiffer

Was bedeutet es für eine Religionsgemeinschaft, wenn sie neue Mitglieder aufnimmt? Welche Prozesse werden durch Glaubenswechsel und Religionsübertritte ausgelöst? Fragen wie diese klingen aktueller denn je. Wie sehr sie die Menschheitsgeschichte begleiten, zeigen die Arbeiten der Islamwissenschaftlerin Judith Pfeiffer. Sie gilt als weltweit führende Spezialistin für die Geschichte der Mongolen vom 13. bis 16. Jahrhundert und die Geistesgeschichte der mongolischen Reiche im islamischen Osten, vom Iran über Syrien, Anatolien bis zum Irak. Pfeiffer befasst sich dabei unter anderem mit der Konversion der eingewanderten Mongolen und Herrscher zum Islam. Dazu wertet sie persische, arabische und osmanische Textquellen aus und bettet sie in den weiteren historischen und gesellschaftlichen Kontext ihrer Entstehungszeit ein. Pfeiffer beschränkt sich dabei nicht auf die Frage, wie der Übertritt zum Islam die Lebensweise der Mongolen veränderte. Sie arbeitet in ihren Forschungen zugleich heraus, wie die Konvertiten ihre neue Religion beeinflussten und der islamischen Theologie neue Anstöße gaben, die sich bis in die Bereiche Politik und Recht auswirkten. Mit einer Alexander von Humboldt-Professur für Judith Pfeiffer möchte die Universität Bonn ihren Schwerpunktforschungsbereich in der Historischen Islamwissenschaft weiter stärken und um die Forschungsgebiete Iran und Zentralasien erweitern.

Wolfgang Wernsdorfer
Experimentelle Festkörperphysik

Karlsruhe

Prof. Dr. Wolfgang Wernsdorfer

Wolfgang Wernsdorfers Spezialgebiet ist die experimentelle Festkörperphysik an der Schnittstelle zur Chemie und zu den Materialwissenschaften. Er ist einer der weltweit führenden Experten für Nanomagnete und ihren Einsatz in der molekularen Quanten-Spintronik. Bereits als Doktorand am Tieftemperaturlabor in Grenoble hatte er mit dem nano-SQUID ein bahnbrechendes Messinstrument entwickelt, mit dessen Hilfe er die magnetischen Eigenschaften von einzelnen Nanostrukturen und Molekülen untersuchen konnte. Wernsdorfer fand heraus, welche Rolle die Quantengesetze für molekulare Magnete spielten, und konnte dadurch elektronische Schaltkreise bauen, wo die Magnetisierung des Moleküls den elektrischen Strom steuert. Eines seiner neuen Ziele ist es, kleine molekulare Quantumprozessoren in die hochmoderne CMOS-Technologie der Mikroelektronik zu integrieren. So könnten molekulare Nanomagnete in künftigen Quantencomputern eingesetzt werden.

Ein (fast) unwider­stehliches Angebot

Dank der Humboldt-Professur lockt Deutschland internationale Forscherstars mit traumhaften Angeboten. Eine Bilanz der ersten fünf Jahre.

„Deutschlands Nobelpreise vergeben“, schrieb die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Titelseite, als die Alexander von Humboldt-Professuren vor rund fünf Jahren erstmals verliehen wurden. Deutschlands Nobelpreise? Der Vergleich trifft zu und zielt zugleich weit daneben. Einerseits sind die ...  > mehr

Kommentar

Deutschland, du hast es doch viel besser!

Warum die deutschen Universitäten es nicht nötig haben, Harvard und Stanford nachzueifern. Eine Verneigung vor dem deutschen Mittelbau.

Der Wissenschaftsolymp liegt jenseits des Atlantik? Allen Lobeshymnen zum Trotz sind die USA eben doch nicht jedermanns Sache. Es gibt kluge Köpfe, die sehen Deutschland weltweit an erster Stelle. Ein Liebesbrief eines amerikanischen Spitzenforschers in Göttingen. Denke ich an Deutschland, sehe ...  > mehr

Interview

„Wir müssen erklären, wie eine deutsche Verwaltung tickt“

KOSMOS: Die aktuelle Zwischenbilanz zu fünf Jahren Humboldt-Professur zeichnet ein überwiegend positives Bild. Aber sie identifiziert auch mögliche kritische Bereiche, denen in der Evaluation 2015 nachgegangen werden soll. Worum machen Sie sich Sorgen? ENNO AUFDERHEIDE: Eine echte Sorge ist der ...  > mehr

Der Angstbezwinger

Jürgen Margraf hat eine Therapie gegen Panikattacken entwickelt, die erstaunlich schnell wirkt. Als Humboldt-Professor an der Ruhr-Universität Bochum untersucht der Psychologe jetzt, wie Menschen seelisch gesund bleiben.

Es gibt Momente, da bekommen es selbst Angstforscher mit der Angst zu tun. Jürgen Margraf kennt viele solcher Momente. An einen erinnert er sich besonders gut. „Es war bei meinem ersten Tauchgang im Meer“, erzählt der Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie in seinem Büro auf ...  > mehr

Oben ist noch Platz

Spitzenforscherinnen sind rar, auch bei der Humboldt-Professur. Was Wissenschaft und Stiftung gegen den Mangel tun.

Am IBM Forschungszentrum in Zürich schmückt man sich gern mit der erfolgreichen Physikerin Heike Riel. Als die Technische Universität München vor einem Jahr mit einer Humboldt-Professur winkte, waren ihre Chefs sofort alarmiert. Sie ernannten die Professorin zum IBM Research Fellow und ...  > mehr

Auf zur Spitze

Die besten Forscher sind weltweit heiß umkämpft. Deutsche Universitäten mischen immer öfter im Wettbewerb mit – und gewinnen reihenweise Top-Wissenschaftler.

Vor gut einem Jahr stand Hannes Leitgeb vor seiner großen Entscheidung. Seit fünf Jahren forschte der heute 39-Jährige als Philosoph und Mathematiker im englischen Bristol, dann kamen seine beiden Kinder in das Alter, in dem die Einschulung bevorstand. »Das Schulsystem in England war uns, ...  > mehr

27.10.2016

Neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

Drei Forscher aus dem Ausland sollen 2017 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten und nach Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen wechseln.

Ein Zellbiologe, ein Philosoph und ein Pflanzenmolekularbiologe aus den USA wurden für Deutschlands höchstdotierten internationalen Forschungspreis ausgewählt. Insgesamt wurden damit für 2017 sechs Humboldt-Professoren ausgewählt. Eine erste Auswahlrunde hatte bereits im April ...  > mehr

18.05.2016

Neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

Drei Forscher aus dem Ausland sollen 2017 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten.

Ein Bioverfahrenstechniker aus den USA, ein Strukturbiologe aus China und ein Verfassungsrechtler aus Kanada wurden für Deutschlands höchstdotierten internationalen Forschungspreis ausgewählt. Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr ...  > mehr

03.05.2016

Humboldt-Professur holt internationale Forscherstars nach Deutschland

Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung Cornelia Quennet-Thielen und der Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz verleihen die Alexander von Humboldt-Professuren.

Drei Spitzenwissenschaftlerinnen und drei Spitzenwissenschaftler aus dem Ausland sind am Dienstagabend in Berlin mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands ausgezeichnet worden, der Alexander von Humboldt-Professur. Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung ...  > mehr