Alexander von Humboldt-Professur

Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit fünf Millionen Euro der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands und holt internationale Spitzenforscher an deutsche Universitäten.

Die Humboldt-Professur auf einen Blick

  • Humboldt-Professur holt internationale Forscherstars nach Deutschland

    Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz verleihen die Alexander von Humboldt-Professuren.  > mehr

  • Humboldt-Professur holt internationale Forscherstars nach Deutschland

    Am 16. Mai verleihen die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz die Alexander von Humboldt-Professuren in Berlin.

  • Auf zur Spitze

    Die besten Forscher sind weltweit heiß umkämpft. Deutsche Universitäten mischen immer öfter im Wettbewerb mit – und gewinnen reihenweise Top-Wissenschaftler.  > mehr

Preisträger 2018

Anne van Aaken
Rechtswissenschaften/Ökonomie

Hamburg

Prof. Dr. Anne van Aaken

Welche Effekte hat es, wenn Parlamentarier zu Transparenz verpflichtet werden und ihre Nebeneinkünfte öffentlich darlegen müssen? Und wie ist das sogenannte Nudging rechtlich zu bewerten? Bei dieser recht jungen Regulierungsmethode setzt der Staat nicht auf Verbote und Pflichten, damit sich Bürger in bestimmter Art und Weise verhalten. Stattdessen setzt die Politik Nudges: Sie gibt den Bürgern „Anstupser“ in eine bestimmte Richtung, lässt ihnen aber die Möglichkeit, zu entscheiden. Beispiele finden sich etwa dort, wo sich Bürger aktiv gegen eine Organspende entscheiden und ihr widersprechen müssen oder Verbraucher in Abrechnungen darauf hingewiesen werden, dass sie mehr Energie verbrauchen als ihre Nachbarn.
Anne van Aaken gilt als international profilierte Expertin für solche Grundfragen des Rechts. Sie widmet sich vielfältigen Rechtsgebieten, vom Völkerrecht über das internationale Wirtschaftsrecht bis hin zu Gebieten wie Korruption oder Finanzmarktaufsicht und -regulierung. Diese Themen betrachtet sie aus Perspektive der Rechtswissenschaften und der Verhaltensökonomie – ein Brückenschlag, der neue Ansätze bei Fragen zum Wandel rechtlicher Ordnung oder Entwicklungen von (internationalem) Recht durch Prozesse der Globalisierung verspricht. An der Universität Hamburg soll Anne van Aaken die ökonomische Analyse des Rechts vorantreiben und die theoretische Orientierung sowie die empirische Forschung der Hamburger Rechtswissenschaften stärken.

Wil van der Aalst
Informatik/Computer Science

Aachen

Prof. Dr. Wil van der Aalst

Wil van der Aalst zählt zu den führenden Köpfe der Computer Sciences. Seine Forschungen zeichnet aus, dass er konkrete Geschäftsprozesse, Arbeitsabläufe oder Organisationsstrukturen untersucht und sich nicht auf Fragen rund um die reine Datenverarbeitung mittels Software oder Algorithmen beschränkt. Einen internationalen Ruf hat sich van der Aalst insbesondere als Begründer des noch recht jungen Gebiets Process Mining erarbeitet: Dabei wird der Ablauf von Aktivitäten und die Abfolge von Ereignissen, die einen Arbeitsprozess ausmachen, chronologisch anhand von Logdaten rekonstruiert und analysiert. Zugleich wird die Ebene der menschlichen Akteure mitberücksichtigt, die die einzelnen Schritte der Prozesse ausführen. So können auch komplexere Vorgänge, an denen mehrere menschliche Akteure beteiligt sind, untersucht werden: die Gepäckabfertigung an Flughäfen etwa, die Kreditvergabe bei Banken oder die Schadensbearbeitung von Versicherungen. Hier kann mithilfe von Process Mining beispielsweise analysiert werden, ob die tatsächlichen Abläufe mit den vorgesehenen Prozessabläufen übereinstimmen oder welche Schritte eines Prozesses besonders zeit- oder kostenintensiv sind. Das von van der Aalst mitentwickelte Open Source-Tool ProM gilt dabei weltweit als Standardwerkzeug. An der RWTH Aachen soll Wil van der Aalst als Alexander von Humboldt-Professor das Querschnittsgebiet der Prozess- und Arbeitsablaufanalysen verstärken und die Kooperation mit den Bereichen Ingenieurwissenschaft, Wirtschaft, Ökonomie und Medizin sowie mit der Industrie intensivieren.

Arno Rauschenbeutel
Quantenoptik/Atomphysik

Berlin

Prof. Dr. Arno Rauschenbeutel

Quantenkryptografie als sichere Verschlüsselungsmethode der Zukunft zählt zu den wichtigsten Anwendungsfeldern der Quantenforschung. Mit Lichtphotonen in unterschiedlichen Quantenzuständen könnten beispielsweise Informationen künftig absolut abhörsicher übermittelt werden. Die Grundlagenforschung hierzu findet an der Schnittstelle von Nanophotonik und Quantenoptik statt. Arno Rauschenbeutel zählt hier zu den international führenden Forschern. So ist es ihm gelungen, Atome nahe der Oberfläche von Glasfasern zu fangen, indem er Licht durch extrem dünne Glasfasern schickte, deren Durchmesser kleiner ist als die Wellenlänge des Lichts. Das bei seinen Schwingungen aus der Faser ein- und austretende Licht fängt Atome ein und hält sie fest. Die aus seinen Experimenten gewonnenen Erkenntnisse könnten zur Entwicklung von neuartigen optischen Sensoren oder abhörsicheren Glasfasern führen. Der aus Deutschland stammende und zuletzt an der Technischen Universität Wien tätige Physiker soll an die Humboldt-Universität Berlin wechseln und das neue Zentrum für Photonische Quantentechnologien im Wissenschafts- und Technologiepark Berlin-Adlershof als Alexander von Humboldt-Professor verstärken.

Guus F. Rimmelzwaan
Virologie/Immunologie

Hannover

Prof. Dr. Guus F. Rimmelzwaan

Guus F. Rimmelzwaan arbeitet an der Schnittstelle zwischen Human- und Tiermedizin. Er gilt als international profilierter Virus-Immunologe, sein Spezialgebiet ist die immunologische Forschung zu Influenzaviren. Viren also, die bei Mensch wie Tier auftreten und die potenziell auch von Tier zu Mensch und umgekehrt übertragbar sind. So hat Rimmelzwaan intensiv zur Vogelgrippe geforscht. Weitere Themen seiner bisherigen Arbeiten waren beispielsweise die Rolle von Katzen als mögliche Überträger von Influenzaviren auf Menschen. Besonderes Renommee hat Rimmelzwaan mit seinen Forschungen zu den T-Zellen des Immunsystems erlangt: Er konnte die Bedeutung dieser Gruppe der weißen Blutzellen für einen breiteren Schutz gegen verschiedene Influenzaviren nachweisen. Eine Erkenntnis, die für die Festlegung von Impfstrategien und die Entwicklung neuer Impfstoffe gleichermaßen relevant ist: Ein Impfschutz gegen möglichst viele verschiedene Varianten ist gerade bei den Influenzaviren von Vorteil, da diese besonders wandlungsfähig sind. Als Alexander von Humboldt-Professor soll Guus F. Rimmelzwaan die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) in der Immunologie und der Gesundheitsforschung stärker international etablieren. Zugleich fügt sich die Humboldt-Professur bestens in den One Health-Gedanken ein, den die TiHo strategisch verfolgt: Menschliche und tierische Gesundheit werden bis auf Ebene des Ökosystems gemeinsam betrachtet.

Michael H. Sieweke
Zellbiologie

Dresden

Prof. Dr. Michael H. Sieweke

Unser Körper befindet sich in stetigem Wandel. Die Eigenschaft von Stammzellen zur Selbsterneuerung führt dazu, dass Zellen in den meisten Geweben – sei es im Darm, in der Haut oder im Blut – immer wieder neue frische Zellen bilden. So wird das Gewebe erhalten oder nach Verletzungen geheilt. Michael Siewekes Spezialgebiet sind dabei die Mechanismen der Blutbildung, wo er international anerkannte Arbeiten geliefert hat, die für mögliche künftige zelluläre Therapieansätze von Bedeutung sein könnten. So entdeckte Sieweke beispielsweise einen Notfallmechanismus, der auf Gefahren wie schwere Infektionen und Entzündungen zügig reagiert und den Körper mit neuen weißen Blutzellen versorgt. Bei Infekten oder Entzündungen können Stammzellen demnach auf Botenstoffe reagieren und dann die Produktion von speziellen Blutzellen anregen, die die Erreger bekämpfen. Dieser Mechanismus, so eine Hoffnung, die mit Siewekes Forschung verbunden ist, könnte in Zukunft bei Knochenmarktransplantationen dabei helfen, dass das Immunsystem schneller wieder aufgebaut wird. Als Humboldt-Professor soll Sieweke die Technische Universität Dresden künftig im Bereich der Geweberegeneration stärker positionieren und insbesondere die Translation voranbringen, also die mittelfristige medizinische Umsetzung der Forschungen.

Preisträger 2017

Largus T. Angenent
Umweltmikrobiologie und Bioverfahrenstechnik

Tübingen

Prof. Dr. Largus T. Angenent

Die Hoffnungsträger sind winzig klein und leben in komplexen Gemeinschaften: Bakterien spielen eine Schlüsselrolle bei der Gasfermentation, einer wichtigen Quelle für die saubere Energie der Zukunft. Wie Bakterien zur Synthese von Treibstoffen und Chemikalien optimiert und eingesetzt werden, erforscht Largus Angenent. Der international führende Bioverfahrenstechniker hat die Grundlagen seiner jüngsten Arbeiten selbst erforscht, indem er die Zusammensetzung und das Zusammenspiel von Mikrobengemeinschaften beispielsweise in der Luft von Krankenhäusern oder in Fermentierungsanlagen analysierte. Diese Erkenntnisse setzt er erfolgreich in Anwendungen um, etwa mit seiner eigenen Firma, in der Mikroben zur Speicherung von Wasserstoff und Kohlendioxid in Form von Methan entwickelt und optimiert werden. An der Universität Tübingen soll Angenent am Zentrum für Angewandte Geowissenschaften Impulse für die Entwicklung neuer Technologien geben und mit Kollegen aus benachbarten Disziplinen wie beispielsweise am Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin die Analyse von Mikrobiomen vorantreiben. Er soll so dazu beitragen, dass die in Deutschland starke Grundlagenforschung auf diesem Gebiet auch in der Anwendung internationale Spitze wird.

Peter Baumann
Zellbiologie

Mainz

Prof. Dr. Peter Baumann

Bei der Teilung von Zellen spielt die Telomerase eine Schlüsselrolle, ein Enzym, das die Telomere, also die Enden der Chromosomen erhält, die bei jeder Zellteilung kürzer werden. Die Steuerung der Telomerase entscheidet über das Altern von Zellen oder ihr, beispielsweise im Falle von Krebs, ungehemmtes Wachstum. Der Zellbiologe Peter Baumann ist einer der führenden Spezialisten auf dem Feld der Chromosomen-Biologie, der Genomstabilität sowie der Regulation der Telomerase und anderer molekularer Prozesse der Zellalterung. Seine Entdeckungen zur RNA-Komponente der Telomerase (Terc) an Hefezellen könnten zu einem besseren Verständnis der Regulation von Terc in menschlichen Zellen beitragen und Therapien gegen frühzeitige Zellalterung oder krankhaftes Wachstum ermöglichen. In Mainz soll Baumann helfen, die Universität und das Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB) zu einem internationalen Standort für biomedizinische Grundlagenforschung auszubauen.

Jijie Chai
Strukturbiologie

Köln

Prof. Dr. Jijie Chai

Ohne Proteine kein Leben – und auch keine Abwehr von Krankheitserregern. Ob Mensch, Maus oder Getreide, für die Immunabwehr sind unter anderem Proteine wichtig, die über die Grenzen von Tier- und Pflanzenzellen hinweg sehr ähnlich sind. Wer diese Proteine genau kennt, hat den Schlüssel dazu, ihre Immunabwehr gezielt zu beeinflussen. Jijie Chai ist einer der führenden Wissenschaftler, der den Aufbau solcher Proteine und spezieller Rezeptoren erforscht. Indem er die komplexen Strukturen der Proteine beschreibt, liefert er wichtige Grundlagen für die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und die Entwicklung von Medikamenten, zum Beispiel gegen Entzündungskrankheiten. Bei seiner Forschung nutzt Chai ein anspruchsvolles, neues Mikroskopieverfahren: die Kryoelektronenmikroskopie. Sie macht es erst möglich, die Strukturen und Rezeptoren solcher Proteine zu sehen und zu analysieren und wird bisher nur an wenigen Forschungsstandorten eingesetzt. Mit den Forschungen von Jijie Chai und der Nutzung solcher neuen Technologien wollen die Universität zu Köln und das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung ihre Forschungen in Medizin, Biochemie und Botanik enger zusammenführen.

James Conant
Philosophie

Leipzig

Prof. Dr. James Conant

Amerikanische und deutsche Philosophen gehören unterschiedlichen Schulen an, der sogenannten analytischen und der kontinentalen Richtung. Die Verständigung und Zusammenarbeit leiden hierunter. Der amerikanische Philosoph James Conant ist in beiden Welten zu Hause und gilt als Brückenbauer zwischen den beiden Ansätzen. Er ist einer der angesehensten Experten für Kant- und Wittgenstein-Forschung und ebenso anerkannt für seine Arbeiten zur Geschichte der Analytischen Philosophie, zur Nietzsche-Deutung und zum philosophischen Skeptizismus. Auch zur Philosophie der Logik, der Ästhetik und der Philosophie des Films hat er bedeutende Beiträge geleistet. Er soll als Ko-Direktor am Leipziger Forschungskolleg Analytic German Idealism (FAGI) die dortige Philosophie um neue Themen und Perspektiven bereichern und das geplante "Analytic German Philosophy Research Quadrangle" der Universitäten Leipzig, Potsdam, Chicago und Pittsburgh zu einem Kristallisationspunkt deutsch-amerikanischer Zusammenarbeit in der Philosophie machen.

Wolf B. Frommer
Pflanzenmolekularbiologie

Düsseldorf/Jülich/Köln

Prof. Dr. Wolf B. Frommer

Um Nährstoffe aufzunehmen und durch die Membranen ihrer Zellen zu befördern, benutzen Pflanzen Transportproteine. Ihre Erforschung ist einer der Schlüssel für Ertragsteigerung und neue Düngemittel. Einer der führenden Experten auf diesem Gebiet ist der Pflanzenbiologe Wolf B. Frommer. Er erforscht verschiedene Transportmechanismen, wie beispielsweise die der sogenannten SWEET-Proteine, die Glukose durch die Membranen schleusen. Ganz ähnlich funktioniert dies auch in tierischen und menschlichen Zellen. Die Arbeiten von Frommer sind damit auch für medizinische Anwendungen interessant, beispielsweise für das Verständnis vom Stoffwechsel in Krebszellen. Die Universität Düsseldorf will gemeinsam mit den außeruniversitären Partnern in Jülich und Köln mit Frommers Engagement ihr Exzellenzcluster CEPLAS Cluster of Excellence on Plant Sciences als Spitzenforschungsstandort der molekularen Botanik weiter ausbauen.

Ran Hirschl
Verfassungsrecht und Politikwissenschaft

Göttingen

Prof. Dr. Ran Hirschl

Welchen politischen Einfluss haben Verfassungsgerichte in verschiedenen Ländern weltweit? Welche Rolle spielen sie in alten und jungen Demokratien, welche in säkularen oder theokratischen Staaten, in denen sie beispielsweise mit dem religiösen Recht konkurrieren? Ran Hirschl ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet des vergleichenden Verfassungsrechts. Nach zahlreichen Studien zur Verfassungsentwicklung und Verrechtlichung der Politik sowie zu Geistesgeschichte und Methodiken des vergleichenden öffentlichen Rechts will Hirschl sich nun auf Konstellationen konzentrieren, in denen das Zusammenspiel von Religion und Verfassungsrecht politische Auseinandersetzungen um kollektive Identität widerspiegeln und prägen. Er will auch die Herausforderungen der verfassungskonformen Verwaltung von Mega-Städten in einer zunehmend globalisierten Welt untersuchen. In Göttingen soll Hirschl helfen, den Standort zu einem Zentrum für Studien zur Interaktion zwischen Rechtsvergleichung, verfassungsrechtlicher Gestaltung und vergleichender Politik zu entwickeln. Hierbei soll er auch intensiv mit dem Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften zusammenarbeiten.

Ein (fast) unwider­stehliches Angebot

Dank der Humboldt-Professur lockt Deutschland internationale Forscherstars mit traumhaften Angeboten. Eine Bilanz der ersten fünf Jahre.

„Deutschlands Nobelpreise vergeben“, schrieb die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Titelseite, als die Alexander von Humboldt-Professuren vor rund fünf Jahren erstmals verliehen wurden. Deutschlands Nobelpreise? Der Vergleich trifft zu und zielt zugleich weit daneben. Einerseits sind die ...  > mehr

Kommentar

Deutschland, du hast es doch viel besser!

Warum die deutschen Universitäten es nicht nötig haben, Harvard und Stanford nachzueifern. Eine Verneigung vor dem deutschen Mittelbau.

Der Wissenschaftsolymp liegt jenseits des Atlantik? Allen Lobeshymnen zum Trotz sind die USA eben doch nicht jedermanns Sache. Es gibt kluge Köpfe, die sehen Deutschland weltweit an erster Stelle. Ein Liebesbrief eines amerikanischen Spitzenforschers in Göttingen. Denke ich an Deutschland, sehe ...  > mehr

Interview

„Wir müssen erklären, wie eine deutsche Verwaltung tickt“

KOSMOS: Die aktuelle Zwischenbilanz zu fünf Jahren Humboldt-Professur zeichnet ein überwiegend positives Bild. Aber sie identifiziert auch mögliche kritische Bereiche, denen in der Evaluation 2015 nachgegangen werden soll. Worum machen Sie sich Sorgen? ENNO AUFDERHEIDE: Eine echte Sorge ist der ...  > mehr

Der Angstbezwinger

Jürgen Margraf hat eine Therapie gegen Panikattacken entwickelt, die erstaunlich schnell wirkt. Als Humboldt-Professor an der Ruhr-Universität Bochum untersucht der Psychologe jetzt, wie Menschen seelisch gesund bleiben.

Es gibt Momente, da bekommen es selbst Angstforscher mit der Angst zu tun. Jürgen Margraf kennt viele solcher Momente. An einen erinnert er sich besonders gut. „Es war bei meinem ersten Tauchgang im Meer“, erzählt der Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie in seinem Büro auf ...  > mehr

Oben ist noch Platz

Spitzenforscherinnen sind rar, auch bei der Humboldt-Professur. Was Wissenschaft und Stiftung gegen den Mangel tun.

Am IBM Forschungszentrum in Zürich schmückt man sich gern mit der erfolgreichen Physikerin Heike Riel. Als die Technische Universität München vor einem Jahr mit einer Humboldt-Professur winkte, waren ihre Chefs sofort alarmiert. Sie ernannten die Professorin zum IBM Research Fellow und ...  > mehr

Auf zur Spitze

Die besten Forscher sind weltweit heiß umkämpft. Deutsche Universitäten mischen immer öfter im Wettbewerb mit – und gewinnen reihenweise Top-Wissenschaftler.

Vor gut einem Jahr stand Hannes Leitgeb vor seiner großen Entscheidung. Seit fünf Jahren forschte der heute 39-Jährige als Philosoph und Mathematiker im englischen Bristol, dann kamen seine beiden Kinder in das Alter, in dem die Einschulung bevorstand. »Das Schulsystem in England war uns, ...  > mehr

30.05.2017

Neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt

Die ausgewählten Wissenschaftler aus dem Ausland sollen 2018 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten.

Eine Rechtswissenschaftlerin, ein Quantenoptiker, ein Virologe, ein Informatiker und ein Zellbiologe wurden für Deutschlands höchstdotierten internationalen Forschungspreis ausgewählt. Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert. Mit ihr werden ...  > mehr

16.05.2017

Humboldt-Professur holt internationale Forscherstars nach Deutschland

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz verleihen die Alexander von Humboldt-Professuren.

Sechs Spitzenwissenschaftler aus dem Ausland sind am Dienstagabend in Berlin mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands ausgezeichnet worden, der Alexander von Humboldt-Professur. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und der Präsident der Humboldt-Stiftung ...  > mehr

08.05.2017

Einladung zur Verleihung der Alexander von Humboldt-Professuren durch Bundesministerin Wanka am 16. Mai in Berlin

Sechs Preisträger aus dem Ausland erhalten jeweils bis zu fünf Millionen Euro und forschen künftig in Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Köln und Tübingen.

Deutschlands höchstdotierte Forschungspreise, die Alexander von Humboldt-Professuren 2017, werden am 16. Mai in Berlin verliehen. Die Humboldt-Stiftung zeichnet damit führende, bisher im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus. Die Preisträger wurden von ...  > mehr